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30. Mai 2025

Projekttag zum Thema Collage mit der TGS Rodeberg

Arbeitsplätze vor Beginn des Workshops mit Arbeitsmaterial
Gleich gehts los
Im Rahmen des Projektes "Kulturagenten für kreative Schulen" fand 15. Mai ein Workshop zum Thema "Fantasie in Papier", gebucht von der TSG Rodeberg statt.


Die Schüler wurden am Morgen in der Jugendkunstschule von Frau Molle begrüßt und in einem kleinen theoretischen Exkurs an die Vielfalt des Materials Papier und seiner Einsatzmöglichkeiten, z.B. beim Collagen arrangieren, heran geführt. Um sich an den praktischen Umgang mit verschiedenen Papiersorten zu wagen sowie um sich an das Thema Collage heran zu tasten, durfte sich jeder eine Motiv auswählen, das er aus unterschiedlichem Papier gestalten sollte. Meist wurde das Motiv Kakadu gewählt und mit Fleiß und Sorgfalt erwuchsen viele farbenfrohe Papiervögel. 

Danach begann der weitaus kreativere Teil des Kurses. Nun hieß es, großformatig zu arbeiten und nur mit Papier, Kleber und schwarzem Stift eigen Torn-Paper-Collagen zu entwerfen. Nicht jeder Schüler traute sich dies zu und begann mit der Arbeit. Nicht wenige benötigten Motivation und die fachliche Unterstützung durch Frau Molle. Ihr gelang es, auch nicht so kreative Kinder/Jugendliche zu einem persönlichen Erfolg zu führen und wundervolle Bilder entstehen zu lassen, mit denen jeder einzelne zufrieden war. Dies verlangte von allen Beteiligten erstaunlich viel Geduld und Zeit. SchülerInnen, die rasch gearbeitet hatten, fanden noch ausreichend Zeit, sich aus dem bereit liegenden Material noch kleine Hefte zu binden, die sie nach ihren Ideen gestalteten konnten. Obwohl so geplant, schafften dies nicht alle TeilnehmerInnen. Während des Schulfestes leiteten die SchülerInnen des Kurses andere Kinder und Jugendliche in einem Mitmach-Angebot an, kleine Postkarten-Collagen selbst zu gestalten. (Text: K. Weise; Fotos: K. Weise, St. Molle) Projektleitung: Steffi Molle

Beim erstellen der Collage



Torn-Paper-Collage und Zeichnung,  Unterwasserlandschaft mit Fischen und Wasserpflanzen
Torn-Paper-Collage + Zeichnung "Unter Wasser"



Torn-Paper-Collage + Zeichnung, Vogel
Torn-Paper-Collage + Zeichnung "Paradiesvogel"

 

Torn-Paper-Collage + Zeichnung, eingestürzter Bergbaistollen mit eingeschlossenen Bergmännern, oberhalb des Stollen steht ein schräg stehendes Haus
Torn-Paper-Collage + Zeichnung
"Eingestürzter Bergbaustollen"

28. November 2024

Workshop „Von Erfurt in die Welt - der Reisekünstler Friedrich Nerly“


In den Herbstferien, in der Zeit vom 08. bis 10. Oktober 2024,  führten wir einen Workshop zum Thema "Friedrich Nerly" durch.

Die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendkunstschulen Thüringen e.V. waren aufgerufen, sich mit einem vielfältigem künstlerischen Vermittlungsangebot an der Ausstellung „Von Erfurt in die Welt - der Reisekünstler Friedrich Nerly“,im Erfurter Angermuseum, zu beteiligen.

In Erfurt geboren, fand Nerly über Stationen in Hamburg und Rom in der damals schillerndsten Weltstadt Venedig seine endgültige Bleibe. Auf Reisen gingen zu Nerlys Zeit fast alle Landschaftsmaler. Aber nur die wenigsten wählten das Reisen derart weitreichend zu ihrem Lebens-, Schaffens- und auch Verkaufsprinzip.

Auf Nerlys Reisen begleitete ihn stets ein großer Schrankkoffer.

In einen derartigen Reisekoffer haben wir , mit unseren Schülern aus den Teenie - und Jugend-Kunst-Ateliers, alle Lebensstationen des Künstlers gepackt. Wir folgten seinen Spuren: zeichneten, bauten und gestalteten seinen Lebenslauf im Koffer.

Geöffneter, senkrecht stehender alter Reisekoffer auf blauem Stoff. An der Wand im Hintergrund hängen verschiedene Bilder.


Im oberen drittel sind vier braune Blätter zu sehen, auf denen mit schwarzer Handschrift Daten zu F. Nerlys Leben zu sehen sind. In der Mitte sind Aquarelle zu sehen. v.l.n.r. eine alte Holztür mit grünem Bewuchs; eine Obstschale; ein Landkartenausschnitt von Italien mit den dazugehörigen Inseln. Im unteren Drittel - Traditionelle Flachbodenbooten, den sogenannten "Barchetto" oder "Renaioli"-Boote aus Florenz. -
Farbzeichnung eines Paares in der Kleidung des 17. Jahrhunderts.
Portraitzeichnung "Friedrich Nerly", schwarze Tusche
                                  Erfurter Dom (links) und Severikirche (rechts), schwarze Tuschezeichnung

Acrylgemälde einer italienischen Landschaft. Im Vordergrundsieht man eine steinerne Brücke, im Hintergrund blau dargestellte Berge mit gelblichem Himmel.


Namensliste der Projektteilnehmer.


Senkrecht stehender alter Reisekoffer im Angermuseum Erfurt. Das innere des Koffers ist auf drei Etagen unter anderem mit den oben beschriebenen Arbeiten gefüllt, um die Lebensstationen von Friedrich Nerly darzustellen.

Information der LAG Jugendkunstschulen in Thüringen zur Friedrich Nerly Ausstellung in Erfurt.




31. Mai 2024

100 boote 100 milionen menschen

 XXL-Boot aus Mühlhausen auf dem Weg zum Weltflüchtlingstag nach Berlin 

Mehrere Jugendliche bemalen das auf dem Boden liegende XXL-Boot.
Die Aktion “100 Boote – 100 Millionen Menschen” ist ein deutschlandweites sozialkritisches Kunstprojekt, initiiert von der AWO Sachsen-Anhalt. Die 5 Meter langen XXL-Faltboote wurden von über 1.500 Menschen in Schulen, Projekten, Initiativen, Vereinen, Beratungsstellen und Kommunen gestaltet. Die Boote symbolisieren die Solidarität mit den über 100 Millionen Menschen weltweit, die auf der Flucht sind. Am Weltflüchtlingstag, dem 20. Juni 2024, wurden die Boote im Lustgarten in Berlin aufgestellt, um ein starkes Zeichen für eine vielfältige Zivilgesellschaft und Solidarität mit Geflüchteten zu setzen. 

Die JKSM-Jugendkunstschule Mühlhausen beteiligte sich in Zusammenarbeit mit der Stadt Mühlhausen und dem regionalen AWO-Partner.

Mehrere Jugendliche bemalen das auf dem Boden liegende XXL-Boot.

Das fertig gestaltete XXL-Boot steht am Erfurter Kämpferufer. Auf dem Boot sieht man mittig eine "Friedenstaube", viele farbige Handabdrücke  und eine Blume. Im inneren des Bootes sind viele kleine Papierfaltboote angebracht.

Die insgesamt 112 XXL-Papierboote, die in den vergangenen Monaten bundesweit von AWO-Einrichtungen und Kooperationspartnern gestaltet wurden, sind im Berliner Lustgarten ausgestellt. Die XXL-Boote tragen 112 Bo(o)tschaften an die Politik – für eine menschenwürdige Asylpolitik.


3. Mai 2024

Workshop Buchbinden


Im Rahmen des Projektes "Kulturagenten für kreative Schulen" fand im April 2024 ein Workshop zum Thema "Buchbinden", gebucht von der TSG Rodeberg statt.


Nach einer kurzen theoretischen Einführung zum Thema "Entstehung des Buches" ging es für ca. 20 Schüler verschiedener Altersstufen ans Werk.





Es wurde geschnitten, gefalzt, geheftet und eingebunden.
Am Ende konnten die Schüler ein kleines Heft in Form eines Ameisenbären und ein farbig eingebundenen Skizzenblock mit nach Hause nehmen.

Uns hat es sehr gefreut mit den Schülern der TGS Rodeberg und ihrer Fachlehrerin Fr. Heise diesen Workshop durchzuführen.

Projektleitung: Steffi Molle



Einige Tage später gab es für uns noch ein Dankeschön aus der Schule, darüber haben wir uns sehr gefreut. 



22. März 2024

FSJ-Fachseminar "Keramik und Holzschnitt"


Fachseminar "Keramik und Holzschnitt" der Jugendbauhütte Mühlhausen


Vom 12. Februar bis zum 16. Februar 2024 führt die Jugendbauhütte Mühlhausen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) ihr  Bildungsseminar zum Thema „Keramik und Holzschnitt“  durch.

Nachdem in den beiden vorhergehenden Seminaren in Bauprojekten an der St. Johanneskirche in Bennungen und dem Kloster Anrode in Bickenriede gearbeitet wurde, geht es nun beim „Winterklassiker“ in der Jugendkunstschule Mühlhausen um das Kunsthandwerk.


Foto: Jugendbauhütte Mühlhausen
Gemeinsam mit erfahrenen Referentinnen der Jugendkunstschule Mühlhausen werden in der Seminarwoche Kacheln mit Architektur-Motiven und Keramik-Büsten erstellt sowie Holzschnitt-Grafiken in zum Teil mehrfarbigen Abzügen. Hierbei werden die traditionellen Handwerkstechniken sowie Materialkunde unter Berücksichtigung von künstlerischen Aspekten vermittelt.

Der Keramik-Workshop will das Arbeiten mit dem Material Ton vermitteln. Technische Möglichkeiten bilden dabei den Interessenschwerpunkt sowie die Farbgestaltung mit Engoben – dünnflüssige Tonmineralmassen, die zur Einfärbung oder Beschichtung keramischer Produkte dienen. Dabei ist auch die Geschichte des Keramikreliefs Thema sowie die verschiedenen Reliefmöglichkeiten. Bei der Erstellung der Büsten liegt die Besonderheit in der dreidimensionalen Bearbeitung einer Plastik.


Foto: Jugendbauhütte Mühlhausen
Die Kunst des Holzschnittes geht auf das späte Mittelalter zurück. Mit der Erfindung des Buchdruckes erfuhr das Schneiden einer Zeichnung auf eine vorbehandelte Holztafel seine Blüte. Mit dieser Technik ließen sich bildliche Darstellungen in Verbindung mit Text perfekt umsetzen. Diese Handwerkskunst hat sich in ihrer Art und Ausführung bis heute erhalten.










15. Juli 2019

30 Jahre Mauerfall - das grüne Band entlang der ehemaligen Grenze

„Geschichte lässt sich am besten durch konkrete Erlebnisse vermitteln.“


Friederike St., 17 Jahre
Ehemaliger Todesstreifen, Sperrgräben, Spurensicherungsstreifen, Kolonnenweg - Spuren der innerdeutschen Geschichte.
Sie sind heute kaum noch erkennbar, sind Wanderwege auf der Frage nach Vergangenheit und Zukunft.
Einst für politische und militärische Zwecke errichtet, zeigen sie uns heute auf, wie schnell und schön sich die Natur mit Flora und Fauna ihre Räume zurückerobert.
Im Rahmen des Kunstprojekts "30 Jahre Mauerfall" haben Schüler
der Jugendkunstschule Mühlhausen diese Wege erkundet. Während der Wanderungen mit Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren wurde über die Vergangenheit gesprochen, wurde an besonderen Orten verweilt.
Für die Jugendlichen ist jene Vergangenheit historisch, sie kennen die DDR nur aus Berichten von Verwandten und dem Geschichtsunterricht.
Das Projekt hat ihnen die Möglichkeit gegeben, sich hineinzudenken, hineinzufühlen und diese Geschichte mit eigenen Zeichnungen zu dokumentieren. In Naturstudien wurden die Narben, aber auch die Schönheit der Landschaft entlang der ehemaligen Grenze vor Ort gezeichnet. Inspiriert durch das Landschaftserlebnis hatten die Jugendlichen die Möglichkeit,
in ihren Arbeiten persönliche, fantasievolle Ideen zu entwickeln, umzusetzen und unter dem
Werktitel ‚ grenzenlos - das grüne Band entlang der ehemaligen Grenze‘ zu präsentieren.

Weiter Bilder zum Projekt:
https://photos.google.com/album/AF1QipNWHXzG2GTaK4ZwuKD3fG0vT_edNM3UHstutkOH


Dieses Projekt wurde Gefördert durch:




22. Januar 2018

FSJ-Seminar Denkmalpflege

Thüringer FSJ-ler der Denkmalpflege sind auch in diesem Jahr wieder zu Gast in der JKSM-Jugendkunstschule Mühlhausen.
Wer Pflege und Restaurierung beherrschen will, muß auch wissen, wie Radierungen und Stiche entstanden sind, oder wie aus Ton Kunstwerke und Gefäße gefertigt werden. Dies unter künstlerischenr Leitung selbst auszuprobieren, wird den Jugendlichen von Marion Walter (Keramik + Grafik) und Andreas Brinkel (Grafik) ermöglicht.Eine Kooperation mit der Mühlhäuser Jugendbauhütte.






27. Oktober 2014

Präsentation Pflanzenfarben


Einige Exponate und Fotos von unserem Workshop Pflanzenfarben sind momentan bei "florales by Kathrin Kremser" in der Mühlhäuser Klosterstrasse 7 ausgestellt.

Nun habt ihr 2 Wochen Zeit es euch anzuschauen.
Wir finden es passt ganz toll hier her.



6. Oktober 2014

Workshop Pflanzenfarben

Wir haben die Farben des Herbstes eingefangen!


An zwei Tagen haben wir uns dem Abenteuer Pflanzenfarben hingegeben.
Der ersten Tag begann am frühen Morgen mit einem Erntespaziergang. So konnten wir den Workshopteilnehmern die Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung und Gestalt zeigen.
Nachdem die Papiertüten mit allerlei Pflanzen gefüllt waren, ging es zurück in die Jugendkunstschule.
Dort wurde die reiche Ernte erst einmal sortiert, die verschiedensten Pflanzen wurden noch beschriftet und in der Färberküche wurden die ersten Pflanzen gekocht, um so die Farbe heraus zu lösen.
Mit bereits vorbereiteten Farben aus der Roten Bete und Möhre, sowie Tinten die aus unterschiedlichen Pflanzen hergestellt werden zeichneten die Kinder einige der gesammelten Pflanzen mit der Feder. Während des Zeichnens kamen immer neue Farbtöne aus der Färberküche.
Der zweite Tag bot eine reiche Palette unterschiedlicher Farben und Farbtöne. Mit selbst hergestellten kleinen Druckstöcken konnten Nickitücher bedruckt werden. Weitere Baumwolltücher wurden direkt mit unterschiedlichen gesammelten Pflanzen und Blüten aus unserem Kunstschulgarten belegt. diese mußten dann ganz fest zusammengerollt und verschnürt werden, und ab ging es mit ihnen in den Kochtopf. Während die gekochten Tücher nun noch abkühlen mußten, wuchs die Spannung der Mädchen aufs Unermessliche. Das war ein guter Moment für unser Rotkrautexperiment. Mit verschiedenen, in jedem Haushalt zu vorhandenen Bestandteilen haben wir aus nur einer Pflanze viele Farbtöne gewinnen können. Die Farbskala reichte von Rot über Lila zu Kornblumenblau und weiter über Grün nach Gelb.
Die abgekühlten Tücher wurden in der Zwischenzeit vorsichtig aufgerollt, und hatten Zeit, noch mit
den darauf befindlichen Pflanzenteilen, mit dem Luftsauerstoff zu reagieren. nun hieß es die Blätter, Zweige und Blüten zu entfernen und das Ergebnis zu bestaunen.
Und schon waren zwei Workshoptage vorüber.
Fazit der Teilnehmer: Das müssen wir unbedingt wiederholen!
Diesem Wunsch kommen wir im nächsten Sommer/ Herbst gern nach.

Wer nun neugierig geworden ist: hier gibt es noch mehr Bilder.